Camerarius an Stiebar, 15.02.1555

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 11.01.155511 Januar 1555 JL
Camerarius an Stiebar, 12.09.155412 September 1554 JL
Camerarius an Stiebar, 23.03.155423 März 1554 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 15.02.155515 Februar 1555 JL

kein passender Brief gefunden

Werksigle OCEp 1078
Zitation Camerarius an Stiebar, 15.02.1555, bearbeitet von Manuel Huth (10.08.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1078
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 222-223
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1555/02/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: "15. Calend. Martii 52"); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Quid scriberem ad te non habebam, cum
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Balneologie / Thermenbesuch
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Datierung und Absendeort nochmal prüfen

VG, 10.8.22:

  • Es verwundert mich, dass St., wenn er so krank ist, auf dem Weg nach Karlsbad den weiten Umweg nach Leipzig auf sich nehmen soll. Plausibler wäre es, wenn er über Bamberg oder Nürnberg reiste.
  • Dazu würde 1553 passen: in diesem Frühjahr war C. in Franken, und wahrscheinlich auch seine Familie.
  • Problematisch wäre dabei der Brief, der über Naumburg gebracht wurde (oder heißt "Neuburgo" hier Neuburg?).
  • Der Verweis auf Dresden und Leipzig zeigt auch eher, dass C. in Leipzig ist.
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:VG
Datumsstempel 10.08.2022
Werksigle OCEp 1078
Zitation Camerarius an Stiebar, 15.02.1555, bearbeitet von Manuel Huth (10.08.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1078
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 222-223
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1555/02/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: "15. Calend. Martii 52"); s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Quid scriberem ad te non habebam, cum
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Balneologie / Thermenbesuch
Datumsstempel 10.08.2022


Absendeort ermittelt; Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Die Erwähnung der Thermenbesuche macht es wahrscheinlich, dass der Brief nach Stiebars Schlaganfall entstanden ist. Er erlitt ihn im Frühjahr 1553 (vgl. Woitkowitz 2003, S. 271 Anm. 2 sowie S. 268 Anm. 1). Da er bereits im August 1555 verstarb, kommen somit nur die Jahre 1554 und 1555 in Frage, wobei 1554 unwahrscheinlich ist, da Camerarius im vorliegenden Brief Grüße von seiner ganzen Familie bestellt, sie aber erst im März 1554 aus Franken zu ihm nach Leipzig zurückgekehrt war.

Regest

Camerarius hatte (eigentlich) nichts zu schreiben, aber da Stiebar ihm mitgeteilt hatte, er wolle in die Thermen reisen, habe Camerarius, wohlwollend wie er sei, es nicht unterlassen können, ihn zu ermahnen, dass er keine Thermen ohne vorherige Konsultation eines Arztes aufsuche, und dass ihm hoffentlich die Thermen in Karlsbad zusagten. Soweit es Camerarius beurteilen könne, hätten sie eine große Ähnlichkeit mit denen in Baden. Bei der Gelegenheit könne er zu Camerarius (nach Leipzig) kommen und werde hier vielleicht auch Gefährten für die Reise finden. Stiebar solle ihm seinen Entschluss mitteilen.

Grüße von der Familie des Camerarius. Stiebars Brief, der angeblich einem zuverlässigen Boten übergeben worden war, sei Camerarius zufällig aus Naumburg (Neuburgo) zugetragen worden. Hier (in Leipzig) sei noch alles friedlich und es gebe keine Kriegszurüstungen. Dresden und Leipzig werden stark befestigt. Vielleicht sei deshalb das (in Stiebars Brief erwähnte?) Gerücht entstanden.

Lebewohl.

(Manuel Huth)