Camerarius an Stiebar, 01.12.1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 30.08.155230 August 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 30.04.155230 April 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 10.04.155210 April 1552 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 01.12.15521 Dezember 1552 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 06.12.15526 Dezember 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 25.02.155325 Februar 1553 JL
Camerarius an Stiebar, 04.04.15534 April 1553 JL
Werksigle OCEp 1083
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.12.1552, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (08.02.2023), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1083
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 229
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/12/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Calendar. Decemb.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Rursum iam apud vos cogi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Pest (Leipzig); Kriege, Konflikte etc.; Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen VG, 24.8.: D. Christophorus ist nicht Karlowitz, sondern Christoph Stiebar, der ein Kommando bei den bambergischen Truppen innehatte. Dazu TW: "Christoph von Karlowitz hielt sich im November/Dezember 1552 in Dresden auf. Es muss PKMS 6 heißen. Also Vgl. PKMS 6, Nr. 355, 366 Anm. u. 376."
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:VG
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:VG
Datumsstempel 8.02.2023
Werksigle OCEp 1083
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.12.1552, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (08.02.2023), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1083
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 229
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/12/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Calendar. Decemb.
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Rursum iam apud vos cogi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Pest (Leipzig); Kriege, Konflikte etc.; Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554)
Datumsstempel 8.02.2023


Absendeort ermittelt; Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Datum gesichert (Pest in Leipzig).

Regest

Hier (in Nürnberg) werde berichtet, dass bei Stiebar (in Würzburg) erneut Truppen zusammengezogen würden, oder vielmehr wurde die Nachricht bestätigt. Der junge Mann (Unbekannt), dem Camerarius diesen Brief übergab, habe beschlossen, (nach Würzburg?) zu reisen, in der Hoffnung irgendeine Stelle im Verwaltungsstab des Heeres zu bekommen.

Obwohl Camerarius sehe, wie der Kriegsdienst zu diesen Zeiten aussehe und er die Ursachen des Krieges nicht kenne, wolle er für niemanden, dass er dabei als Verursacher oder Unterstützer fungiere. Dieser Bekannte (der Überbringer) habe aber besondere Gründe für seinen Entschluss angeführt und so habe Camerarius auf sein Bitten hin ein Empfehlungsschreiben für Christoph (Stiebar) verfasst.

Von hier (Nürnberg?) seien heute Soldaten irgendwohin geführt worden. Aber er mache sich über solche Dinge keine Sorgen mehr, da für ihn feststehe, dass der Staat beinahe zerstört sei. Obwohl er sich hier (in Nürnberg) und in der Heimat (Bamberg) aufhalte und ein ganz gutes Lebe führe, hänge er hier doch gegen seinen Willen fest. Es gebe nämlich viele äußerst unerfreuliche Nachrichten.

Von Tag zu Tag schwinde in Leipzig die Furcht vor der Pest. Sonst habe er nichts zu schreiben.

Neulich habe Camerarius Stiebar berichtet, er sei in Eichstätt gewesen und habe einen Brief des Bischofs (Moritz von Hutten) dem Seinen beigegeben. Stiebar möge gelegentlich schreiben, wie es um seine Gesundheit stehe und wie es generell um ihn bestellt sei. Er möge achtgeben, dass er nicht in irgendwelche Probleme/Geschäfte (negotia; genauer Bezug unklar) verwickelt werde, außer es ließe sich nicht vermeiden.

Segenswunsch. Grüße von der Familie. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Zum Entstehungszeitpunkt war der Fürstenaufstand beendet. Markgraf Albrecht II. Alcibiades (Brandenburg-Kulmbach) hatte im Oktober 1552 sein Dienstverhältnis mit dem französischen König (Heinrich II. (Frankreich)) beendet und war am 25.10. in kaiserliche Dienste getreten, aus denen er aber schon am 17.1.1553 wieder austrat. Grund war die Schaukelpolitik des Kaisers Karl V. zwischen dem Markgrafen und den Bistümern Bamberg und Würzburg, denen Albrecht Verträge aufgezwungen hatte. Im April 1553 begann er erneut Kriegszüge gegen die Bistümer (vgl. Schäfer 2009, S. 170).